Tagestipps

Dienstag 19:00 Uhr Alex Berlin

Atopia

Verschwörungsmythen haben (wieder einmal) Hochkonjunktur. Und wir machen uns vor allem lustig über die, die an sie glauben. Aber: Reicht das? Hilft das? Ein ATOPIA über Verschwörungsmythen mit Peter Mönnikes, Paul Diernberger und Robert Wilde.

Dienstag 19:15 Uhr Deutschlandfunk

Das Feature

Die Heinsberg-Story Das Dorf, das Virus und die Studie Von Stephan Beuting Regie: der Autor Produktion: Deutschlandfunk 2020 Gangelt im Kreis Heinsberg, Februar 2020 - Die Kappensitzung der Langbroicher "Dicke Flaa" ist Deutschlands erstes SuperspreadingEvent. Die Unsicherheit ist groß: Wie gefährlich ist das Coronavirus wirklich? Bonner Virologen sehen die einmalige Gelegenheit zur Feldforschung und versprechen schnelle Antworten. HS für Heinsberg, das steht in den ersten Wochen für Stigmatisierung: wer damals mit HS-Kennzeichen den Kreis verlässt, kommt in einigen Fällen mit Kratzern im Lack zurück. Dann auf einmal steht #HSbeStrong für Solidarität und Zusammenhalt. Und als die Uni Bonn mit der Gangelt-Studie Sterblichkeit und Dunkelziffer bestimmen will, soll Gangelt zum Modell für ganz Deutschland werden. Über den Social-Media-Account "Heinsberg-Protokoll" sind alle live dabei. Die Zuversicht ist riesig, nobelpreisverdächtige Ergebnisse werden erwartet. Aber statt Gewissheit über das Virus, wächst die Unsicherheit über die Motive der Forscher und die der Politik. Team Lockerung gegen Team Lockdown und gegen alle: das große Team Verschwörungstheorie. Was ist dran an den Spekulationen über politische Instrumentalisierung und intransparente PR? Wie groß ist die Verlockung, sich in unübersichtlichen Zeiten für die einfache Geschichte zu entscheiden? - Eine Rekonstruktion. Die Heinsberg-Story

Dienstag 20:04 Uhr SWR2

ARD Radiofestival. Konzert

Beethoven-Marathon: Mit den ARD-Orchestern und -Chören durch alle Sinfonien und Konzerte(2/5) Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 36 BR Symphonieorchester Leitung: Yannick Nézet-Séguin (Konzert vom 4. November 2016 im Herkulessaal der Münchner Residenz) Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 "Eroica" Deutsches Symphonie-Orchester Berlin Leitung: Kent Nagano (Konzert vom 7./8. Januar 2006 in der Berliner Philharmonie Violinkonzert D-Dur op. 61 Frank-Peter Zimmermann (Violine) hr-Sinfonieorchester Leitung: Andrés Orozco-Estrada (Konzert vom 9. Juni 2017 im Großen Saal der Alten Oper Frankfurt) Mit einer Fülle von Ideen und großem Aufwand hat die Musikwelt das Beethovenjahr 2020 geplant, um seinen 250. Geburtstag gebührend zu feiern. Aber Sinfonie und Pandemie, das verträgt sich leider schlecht. Und von Beethovens emphatischer Aufforderung "diesen Kuss der ganzen Welt", formuliert in der Neunten, sollten wir derzeit lieber Abstand nehmen. Im ARD Radiofestival findet das Beethoven-Jubiläum trotzdem statt! Mit einem Marathon durch alle seine Sinfonien und Instrumentalkonzerte - zusammengerechnet über 19.000 Takte Musik, die gut 10 götterfunkelnde Stunden füllt. Das alles in herausragenden Konzerten der ARD-Orchester und -Chöre, aufgenommen in ganz Deutschland.

Dienstag 20:04 Uhr WDR3

ARD Radiofestival. Konzert

Beethoven-Marathon: Mit den ARD-Orchestern und -Chören durch alle Sinfonien und Konzerte (2/5) Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 2 D-Dur, op. 36 Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Leitung: Yannick Nézet-Séguin Aufnahme vom 4. November 2016 aus dem Herkulessaal der Münchner Residenz Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 3 Es-Dur, op. 55 "Eroica" Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, Leitung: Kent Nagano Aufnahme vom 7./8. Januar 2006 aus der Berliner Philharmonie Ludwig van Beethoven: Violinkonzert D-Dur, op. 61 Frank-Peter Zimmermann, Violine; hr-Sinfonieorchester, Leitung: Andrés Orozco-Estrada Aufnahme vom 9. Juni 2017 aus dem Großen Saal der Alten Oper Frankfurt

Dienstag 20:05 Uhr Bayern 2

Nachtstudio

Falter weißer Mann: Wie die Zeit meinen Körper verpuppte Von Leo Faller BR 2020 Im Körper stecken viele Versprechen auf Befreiung. Künstliche Gelenke und teure Implantate sorgen für unveränderte Leistung in der Hüfte oder im Kiefer. Und trainierte Lungen und Muskeln ermöglichen einen selbstbewussten Auftritt. Nie schien die Autonomie größer, den Körper selbst zu gestalten. Leo Faller (Pseudonym) erzählt die Geschichte seines Körpers in einem Essay jenseits einer Heldengeschichte individueller Entscheidungen. Sein eigenes Fleisch ist ein Dorfplatz der Ideen, ein Ort der Disziplinierung, seit 50 Jahren. Der Körper ist Spiegel und Speicher der Zeit. Die Eltern dachten, sie hätten halt ein ungelenkes Kind, Sport war nicht so wichtig für den sozialen Aufstieg. Das Kind entdeckte dann die Lust an der Bewegung ganz allein. Der Langzeitjugendliche, geprägt von Jazz und Post-Punk, hielt Betäubungsmittel und seltsame Musik für Widerstand gegen das System. Bis er merkte, dass er als Bohemien das System nur umso gründlicher bestätigte. Der junge Erwachsene erfand im Techno Club den Körper neu und der nur noch fast junge Medienarbeiter holte mit täglichem Sport ein paar Jahre zurück. Beugt sich der Körper den Diskursen aus Popkultur und Erziehung, oder kann er sich davon auch befreien? Was erzählt das über Männer, die man innerhalb dieser 50 Jahre nicht mehr so oft schlägt wie noch unmittelbar davor? Und kann es sein, dass in einer behüteten Biografie die Misshandlungen des Großvaters beim Enkel als Angst vor Gewalt wiederkehren? Der Essayist klopft den Körper auf Echos der Zeit ab und fragt nach beim König der Männerkörperdeuter, bei Klaus Theweleit, und bei Irina Lehmann, Traumaforscherin aus Berlin.

Dienstag 20:05 Uhr NDR Blue

NDR Blue In Concert

Das tägliche Radiokonzert - Heute mit Jeff Tweedy (1/2) Der Mann aus Illinois ist vor allem bekannt durch seine Band Wilco. Aber das ist längst nicht alles was Jeff Tweedy so macht: Er hat bereits einen Gedichtband veröffentlicht, und auch solo ist er aktiv. Der Vollblutmusiker aus Chicago überzeugt sein Publikum mit einer Mischung aus Alternative Country, Indie-Folk und Rock. Wir haben für Sie den Mitschnitt seines Konzerts beim Rolling Stone Weekender 2014.

Dienstag 20:10 Uhr Deutschlandfunk

Hörspiel

Das unbestechliche Muster der Ekstase Nach Schubertnotizen, oder das unbestechliche Muster der Ekstase Von Friederike Mayröcker Regie: Otto Brusatti Mit Friederike Mayröcker Produktion: ORF 2018 "Oper!" von Friederike Mayröcker, "eine Suche nach der verlorenen Stille im Klang per se", wurde von Ö1 Hörerinnen und Ö1 Hörern 2017 zum Hörspiel des Jahres gewählt. Otto Brusatti hatte dieses poetische Resümee Friederike Mayröckers über ihr Leben und Schaffen als Hörstück inszeniert. Mit "Das unbestechliche Muster der Ekstase" hat er nun einen Mayröcker-Text über Franz Schubert als musikalisch-poetisches Hörstück inszeniert. "Schubert durchzieht seit Dezennien ihr Schreiben und Dichten. Assoziativ, wienerisch, mitleidend. In diesem Text schlüpft Friederike Mayröcker sogar gelegentlich in dessen Person, ist dann wieder beobachtender Freund oder Familienmitglied, dann wieder eine heutige Empfindende, eingehüllt in Schubert-Musik. Und - sie ließ es zu, dass man als Klang- und Radio-Kunststück ihren Text frisch/ neu/anders einhüllt, ausschließlich fast mit/von Schubert, aber als fremde, aktuell aus/von/mit Schubert gemachte Komposition. Mayröcker liest Mayröcker, still, selbstbewegt, ein Negativ-RAP auch. Und sie erklingt in einem Musikgefäß. Hergestellt aus 44 2uvre-Ausschnitten, vor allem aus dem Spätwerk. In Collagen. In neuer Kontrapunktik. Vom Minimal-Zitat über kleine Kompositionsteile bis zum Ornament als Basis für die zusammengesetzte Musik. Und so - ein tatsächliches unbestechliches Muster, durchaus in ekstatischer Form eines Gesamtkunstwerkes." (Otto Brusatti) Das unbestechliche Muster der Ekstase

Dienstag 21:00 Uhr NDR 2

NDR 2 Soundcheck Live

Im NDR 2 Radiokonzert: The Cure - Die eigentliche Balance von Mainstream und Alternativen in der Musik von The Cure macht die Band um Sänger Robert Smith immer noch zu einer der populärsten unter den wenigen, die mehr als vier Jahrzehnte seit der Punk-Ära überlebt haben. Gegründet 1976 im südenglischen Crawley haben The Cure mit stark wechselnden Personal 13 Studioalben aufgenommen - das letzte 2008 - und ihren Status als eine der wichtigsten britischen Bands bis heute erhalten, alles unter der charismatischen Alleinherrschaft ihres Leaders Robert Smith. Auch wenn die Zeit der größten Cure-Erfolge über 25 Jahre her ist, präsentiert sich die Band einer neuen Generation von Rockfans, als Headliner der wichtigsten europäischen Festivals wie Glastonbury, Hurricane oder Roskilde. 2018 zelebrierten The Cure das 40-jährige Bandjubiläum mit einem riesigen Konzert im Londoner Hyde Park. Beim legendären dänischen Festival in Roskilde traten The Cure auch wieder im Juli 2019 in der aktuellen Besetzung mit Ex-Bowie-Gitarist Reeves Gabrels auf. Zu hören ist das Cure-Konzert aus Roskilde in diesem Sommer ohne Festivals in zwei Teilen, am 4. und am 11. August im Soundcheck Live Radiokonzert!

Dienstag 22:04 Uhr WDR5

U 22 - Unterhaltung nach zehn: UaW (1/2)

Mit Urban Priol KABARETTSOMMER Deutscher Kleinkunstpreis 2020 Mit Sebastian Pufpaff, Alfons, Suchtpotenzial, Gerburg Jahnke und Christoph Fritz Aufnahme vom 1. März aus dem unterhaus, Mainz

Dienstag 22:30 Uhr SR2 Kulturradio

ARD Radiofestival 2020. Das Gespräch: Die Benediktinerin Philippa Rath befragt von Klaus Hofmeister

Schwester Philippa Rath lebt seit 30 Jahren in der Benediktinerinnenabtei St. Hildegard im Rheingau. Sie ist ein besonders lebendiges Beispiel dafür, dass man in einem Kloster nicht weltfremd werden muss, denn sie setzt sich für gleiche Rechte von Frauen und Männern in der katholischen Kirche ein. Als Presse- und Öffentlichkeitsbeauftragte des Klosters gehört sie zu den wichtigen Stimmen im derzeitigen Reformprozess. Ihr spürbares Selbstbewusstsein als Ordensfrau hat einen Hintergrund, denn in den Frauenklöstern gibt es eine lange Tradition weiblicher Selbstverwaltung und Leitungskompetenz. Das Gespräch steht anschließend unter www.ardradiofestival.de zum Download zur Verfügung.

Dienstag 23:04 Uhr HR2

Lesung

Nele Pollatschek: Griechenland 2006 | Die Geschichte einer verpassten Reise "Als ich siebzehn war reiste ich nicht mit einem Rucksack ganz alleine durch Europa." Nele Pollatschek erzählt von einer verpassten Reise - wild, romantisch und urkomisch. Die Kulturprogramme der ARD haben 40 Autor*innen gebeten, eine Erzählung zum Thema "Reisen" für das ARD-Radiofestival zu schreiben.

Dienstag 23:30 Uhr MDR KULTUR

Jazz

Ein Leben für den Jazz. Erinnerungen an den Saarbrücker Musiker Christoph Mudrich. Die Kaffeetasse auf dem Flügel, die obligatorische Zigarette im Mund, die langen Haare zu einem Pferdeschwanz gebunden, immer zu einem eloquenten Plausch über Gott und die Welt, aber vor allem den Jazz aufgelegt. So kannten und schätzten ihn seine Schüler, Kollegen und Weggefährten: den Saarbrücker Jazzmusiker Christoph Mudrich. Der 1960 geborene Pianist und Komponist war einer der Motoren der Saar-Jazzszene, unter anderem als Leiter der Jazzabteilung an der Musikschule Sulzbach- Fischbachtal, als Bigband-Leader und vor allem als Pianist und charmanter Moderator auf der Konzertbühne. Im ARD Radiofestival erinnern wir an den vielseitigen Jazzer, der im Dezember mit 59 Jahren gestorben ist. Am Mikrofon: Gabi Szarvas (SR) Christoph Mudrich, Klavier & Leitung In den Besetzungen: Christoph Mudrich Trio Rebop Jugendjazzorchester Saar Jazzorchestra Europol

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